Hast du schon mal ein Bild dieser entzückenden kleinen Kreaturen gesehen? Lass mich dir Costasiella kuroshimae vorstellen, auch Blattschaf-Schnecken genannt. Es handelt sich um eine Art von Sacoglossan-Meeresschnecken, die 1991 von Marina Ichikawa vor der Küste der japanischen Insel Kuroshima entdeckt wurde. Diese Schnecken sind nur wenige Millimeter groß und haben einen blassen Körper mit spitzenartigen Fortsätzen, sogenannten Cerata, die meist grün mit farbigen Punkten sind. Diese Cerata verleihen den Schnecken nicht nur ihr blattähnliches Aussehen, sondern enthalten auch wichtige Verdauungsdrüsen für die Nahrungsaufnahme, Abwehr und Atmung. 

 

Eine weitere interessante Eigenschaft von C. kuroshimae ist, dass sie indirekt Photosynthese betreiben können, was sie zu einer der wenigen Tierarten macht, die dazu in der Lage sind (zusammen mit anderen Meeresschnecken). Dies ist durch einen Prozess namens Kleptoplastie möglich, bei dem die Schnecken unbeschädigte Chloroplasten aus den Algen, von denen sie sich ernähren, durch Phagozytose aufnehmen. Die Chloroplasten werden in Kleptosomen in ihren Zellen gespeichert, um Verdauung zu verhindern. Mit diesen Kleptoplasten können die Schnecken durch die Freisetzung von gebundenem Kohlenstoff zusätzliche Energie gewinnen. In Zeiten der Hungersnot können sie sich auch von den Plastiden selbst ernähren. 

 

Diese winzigen Lebewesen sind also nicht nur unglaublich niedlich, sondern beeindrucken auch durch ihre Fähigkeit, Chloroplasten zu ihrem Vorteil zu nutzen – eine einzigartige Eigenschaft, die nur wenige Tiere besitzen. Ich rate sehr dazu, sich an ihrer Niedlichkeit zu erfreuen!

 

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